#Piraten #QuoVadis mit der Politik

Seit meinem letzten Beitrag zu dem aus meiner Sicht nicht Wertekonformen Verhalten und Management einer 1 Vorsitzenden der Piratenpartei Deutschland ist knapp eine Woche vergangen. Und ich darf sagen, das ich über Resonanz und Feedbacks doch etwas überrascht war. Die Entscheidung, den ersten Post aus der eigenen Wahrnehmung, der eigenen Erkenntnisse und der eigenen Informationen und Beleglage zu schreiben ist mir nicht leicht gefallen. Im Gegensatz zu den Behauptungen die ein paar Fans unserer 1 V. das es mir um Spaltung der Partei ginge… nun ja. Nein. Ich war in Halle dabei. Und Halle war keine Spaltung, sondern der Versuch einer Übernahme der #Piraten für die Zwecke einer Ideologischen Gruppe.

Wir haben solch ein Wirken, wie eine Gruppe innerhalb einer Partei die Werte und Ideen des Anfangs immer weiter zerstört hat auch an anderer Stelle gesehen. Die AfD ist genau wie beinahe die #Piraten das Opfer einer Übernahme geworden. Dort haben die Regulative und die Maßnahmen der gemäßigten Politischen Linie nicht gehalten. Und der Grund ist einfach. Je stärker die Agenda, der Wille zur Macht und die persönlichen Vorteile die man sich aus der Macht verspricht sind, um so stärker aktiviert man, polarisiert man, setzt man sich für seine Ziele ein.

Und genau da ist der Unterschied. Genau das ist der Grund, warum ich eben meinen Beitrag geschrieben habe. Ich möchte nicht, will nicht und kämpfe dagegen an, das die #Piraten ein Opfer solcher Methoden werden. Das Dumme dabei ist, das solche Menschen natürlich auch zuweilen gutes tun, weil sie ja etwas erreichen müssen um das persönliche Ziel zu erreichen. Doch hier ist die Trennlinie. Und der Punkt, warum ich mich gegen Anne als Kandidatin und als Vertreterin unserer #Partei in Brüssel aktiv wende.

Eine intelligente und zielstrebige junge Person, die eben nicht unsere werte vertritt, sondern eher die werte einer anderen Organisation, der sie mehr als Nahe steht. Eine Person, die in der Kandidatengrillrunde sagt, sie hat ja Ihr BGE das sie für den Wahlkampf einsetzten kann. Doch Anne, Du hast kein BGE. Du hast Bafög (wie Du selbst sagst). Dieses Bafög wird obwohl es einen Zweck, also eine Zweckbindung hat umgewidmet. https://de.wikipedia.org/wiki/Bundesausbildungsf%C3%B6rderungsgesetz

Diese Umwidmung sagt mir, das Du diese Geldmittel einfach zweckentfremdest. Das mögen viele wie eine coole Idee wahrnehme. Ich tue das nicht. Ich halte das für ein Verhalten, das ich als Unredlich und als Unanständig wahrnehme. Denn das bedeutet, das Dir der wert von etwas das Du erhältst nach Deiner eigenen „Vorteilslage“ umgedeutet wird. Wäre es ein BGE, oder wäre es Grundsicherung, oder ALG II wäre das eine andere Sache. Denn Du würdest das Geld nur in soweit umwidmen, das Du damit einen Job zu gewinnen suchst. Was für solche Gelder keinen Konflikt darstellt. Das Du aber das Bafög umwidmest, das ist eine Handlung, die ich als „Basis eines grundlegenden Charakterfehlers“ einschätze.

Das Du selbst öffentlich Dich gegen Dinge aussprichst, die für die Piraten eine Grundlage Ihres Demokratieverstehens darstellen, halte ich für ebenso problematisch. Und es sagt mir das Du eine andere Agenda hast, als „die Piratenpartei“ sie in ihrem Programm festgelegt und seit Gründung unverändert vertreten hat. Wir fordern die Abschaffung von Wahlhürden. Nicht die Einführung oder das Gutheißen von anderen Hürden auf der Ebene des Bundes oder wo anders. https://youtu.be/BM8vxvThrQY Auch keine 3 oder 2 % Hürde. Die Parlamente können sich gegen den „Kleinparteikram“ der durch den Wegfall der Sperrklauseln problemlos durch die Fraktionsrechte und Wirkungen wehren. Es ist daher falsch, Stimmen von Bürgern zu entwerten, ob sie uns in den Kram passen oder ob sie uns nutzen. Das ist das Wesen der Demokratie.

Ich habe eine Vielzahl von Dokumenten und Unterlagen erhalten, die ich hier noch anführen könnte. Unterlagen die Authentisch erscheinen. Belege die klar auf den Missbrauch Deiner Position als 1 Vorsitzende hinweisen und auch Dinge die einfach so verstörend waren, das ich sie einfach nicht öffentlich diskutieren will und werde. Was du tust, Anne, das ist Deine Sache. Das ich das für Missbrauch und für das Ausnutzen des piratischen Prinzips der Jugend in der Politikförderung halte – das ist eher meine Sache.

Das Du Deinen Posten aber einsetzt, um Dich in einem politischen Umfeld auf regelrecht unlautere weise unter Ausnutzung der „Besonderheiten des piratischen Weges“ als Kuckuck verhältst, der seine Märchen in die Ohren von einer Gruppe Unterstützer streut, Du Dir das mit der Aufnahme von Mitgliedern zur Wahl sogar leistest und glaubst es sagt keiner was, weil er die Einheit der Partei als solches nicht gefährden wird, das halte ich für frech, mutig und völlig daneben.

Ich habe keine Lust ein „Tribunal“ anzuzetteln. Ich hoffe einfach auf die Selbstregulierungskräfte dieser Partei und das der eine oder andere Pirat nach Magdeburg kommt, um einem solchen Missbrauch und einer Solchen Vereinnahmung einer AV Liste entgegen zu treten. Und es war sicher klug von Dir, das Ihr (BuVo) Magdeburg als Ort für diese AV ausgewählt habt. Alleine das Sachsenticket – das für Sachsen und Sachsen Anhalt gilt lässt Deine Chancen auf einen ersten Listenplatz steigen. Schließlich muss dann keines der neuen Mitglieder Fahrtkosten zur AV investieren.

Und für jene die das als gehetzte und als gemeine Methode um Anne in di Pfanne zu hauen wahrnehmen. Schaut meinen Blog durch, und meine anderen Beiträge im netz, wie oft ich so etwas bisher gemacht habe. Es ist das erste Mal, das ich das tue. Und wir hatten genug Gelegenheiten, wo ich persönliche Gründe – auch um meiner Selbst willen – gehabt hätte, Dinge zu schreiben, zu veröffentlichen oder einfach nur mal mit einem Blogbeitrag mir Luft zu machen. Das habe ich bisher nicht und hoffe, ich brauche es in meiner Restlebenszeit nicht mehr. Ich habe meine erste Funktion für die #Piraten am 1.4.2012 übernommen. Und diese Funktion betreue ich bin heute und auch noch über heute hinaus.

Liebe #Piraten, wenn Ihr könnt, sorgt dafür, das wir nicht von einer Interessengruppe übernommen werden, die sich für die Themen der #Piraten nur als Darstellung um der eigenen Vorteile und Karriere bewegt. Fahrt nach Magdeburg. Schaut nochmal ins Kandidatengrillen – hört rein, was im Mumble gesagt wurde und findet die Piraten, denen man für fünf Jahre einen Job in Brüssel anvertrauen kann, die auch nach Brüssel noch immer sein werden, was sie waren. Nämlich #Piraten.

Nein, ich gebe hier keine Wahlempfehlung ab. Nur eine, jemanden nicht zu wählen.

Und falls Ihr das hier kommentieren wollt, auch skeptisch, Kontrovers oder weil Ihr eine andere Meinung habt, Ich werde es veröffentlichen. Was ich herauslöschen werde, sind Beleidigungen und Beschimpfungen. Wenn Ihr die loswerden wollt, auf Twitter und per Mail, nur zu. Auf dem Blog. Nein. keine Plattform dafür.

Euer

Thomas

#Piraten, habt Ihr schon aus der Vergangenheit gelernt?

Wieder einmal steht eine EU Wahl an. Wieder einmal wird es darum gehen, ob „wir“ #Piraten die richtige Wahl für die Liste treffen. Und wieder gibt es neuere #Piraten, die seit Monaten taktisch und systematisch auf eine Kandidatur hinarbeiten und dabei ihre Positionen, zum Beispiel im Bundesvorstand gezielt für ihre Kandidatur einsetzten. Sogar so weit, das eine systematische Vorbereitung und ein In Anspruch nehmen von Vorstandsfunktionen ganz klar seit einiger Zeit ein Hinarbeiten mit dem Mitteln des Vorstandsamtes auf diese Kandidatur erkennbar ist.

Dazu wird dann einige Tage nach der Kandidatur noch eine riesen Kampagne Aufgezogen und diese Kampagne verwendet um sich auf allen Kanälen der #Piraten selbst zu promoten. Das kennen wir bereits recht gut, und haben es von einem „Notar“ bis zu einer Kandidatin der EU schon mal erlebt und es hat uns nur geschadet.

Etwas das ich genau so unehrlich und falsch empfinde, wie ich es unehrlich und falsch empfinde: Geld, das der Staat für ein Studium als Bafög bereit stellt, lieber dann als BGE umwidme, und beim Grillen sage, ich hab doch ein BGE, das finanziert schon meine Zeit. Dieses Bafög ist Studiergeld. Es anders einzusetzen und das Studium wegen des Wahlkampfes hinten anzustellen ist Karrieredenken alla Spahn und alla Amthor.

Uns das zeigt mir, das mit unserer ersten Vorsitzenden eine Kandidatin sich zur Wahl stellt, die keine moralischen Hemmnisse hat, sich für Ihre eigenen Ziele an anderen Dingen zu bereichern. Ich versage ihr deshalb meine Unterstützung vollständig. Und ich darf sagen, das in meinem piratischen Umfeld ebenfalls eine solide Anzahl Piraten sind, die zur Unterstützung einer, eine eigene Agenda verfolgende 1. Vorsitzende weder innerparteilich noch für die Wahl mit Unterstützung zu rechnen hat.

Liebe Mitpiraten – bitte zeigt, das ihr aus den Fehlern der Vergangenheit gelernt habt, bitte gebt Euer Stimme im entscheidenden Wahlgang vor allem den Kandidaten, die nicht in einer Umgebung des kaum noch was los in der Partei sich von Posten zu Hangeln, zum Teil in dem sie wie der Netz Notar mit eigener Umfeld Gruppe versuchen die Partei zu vereinnahmen. Wählt die Piraten, die das was sie tun aus der Überzeugung des #Pirat seins und des „Schutzes der Grundrechte“ am längsten konsequent und trotz Rückschlägen und dem Rechtsruck in der Bevölkerung zum Trotze für echte Werte der Piraten stehen und die nicht Parteiämter und Parteifunktionen als Sprungbretter für die Eigene Karriere verwenden wollen.

Wir haben auf der AV Kandidatenliste so viele alte Häsinnen und Hasen, lasst Euch nicht von einer jungen Dame vereinnahmen, die nicht die Piraten, sondern nur ihr eigenes Vorwärtskommen im Sinn hat.

Merkels Märchen – Überwachung gibt es nicht!

Was geht wird auch gemacht:

Eine der Weisheiten unsere Sicherheit ist: wir leben in einer Demokratie! Eine Demokratie in der Freiheit und Würde die höchsten Güter unseres Lebens überhaupt sind. Und natürlich hat unsere Regierung durch unsere Wahl den Auftrag dafür zu sorgen dass unsere Freiheit unsere Sicherheit und unser Leben in ordnende Bahnen gelenkt wird und das Miteinander zum Wohle aller einvernehmlich geregelt ist.

Heute nennen wir das Gesetz. Diese Gesetze dienen dazu dass niemand durch eigene Interessen anderer zu Schaden kommt. Körperverletzung ist verboten, Vergewaltigung steht unter Strafe, sogar die Unversehrtheit unseres Rufes und unseres Leumund werden durch Gesetze geschützt. Üble Nachrede ist nicht zulässig, die Wegnahme von Eigentum verboten und sogar das „geistige Eigentum“ steht unter besonderem Schutz eines Gesetzes. Hurra wir haben einen Lebensrahmen in dem wir sicher und behütet agieren können.

Doch wie sieht es aus mit unserer geistigen Freiheit, können wir wirklich alles was uns wichtig ist alles was bedeutsam ist, sogar die Kritik an der Regierung sorgenfrei und angstfrei beschreiben und wiedergeben? Leben wir wirklich in einem Umfeld, in dem wir ohne Angst vor Repressalien oder rechtliche Bewertung in der Zukunft unsere Meinung sagen können?

Heute ist es unseren Regierungen weltweit möglich aufgrund der technischen Entwicklung jede Form von Datenbewegung zu überwachen, zu speichern und zu analysieren. Tatsächlich ist es so das heute bereits eine Vielzahl von Überwachungsprogrammen auswertet und Gefährdungsprofile erstellt, die anhand des Gedankens der Benutzung von Worten offenbaren welche politische Gesinnung, welche Einsatzbereitschaft zur Agitation im politischen Sinne und welches Gefährdungspotenzial ein Nutzer von sozialen Medien, E-Mail Programmen oder Telekommunikationseinrichtungen hat.

Es werden tatsächlich aufgrund des möglichen Daten über jeden einzelnen Menschen von weltweit agierenden Sicherheitfanatikern gesammelt. Wir machen uns heute Sorgen über Freihandel, Datenschutz, Verbraucherschutz, Asylrecht, Euro und Europa genauso wie über Mitbestimmung, politische Teilhabe und Demokratieverständnis.

Doch all diese Daten, all diese Gedanken führen nur tatsächlich dazu dass wir uns vormachen frei und ohne Kontrolle unsere Grundrechte auszuüben. Stattdessen werden wir systematisch bespitzelt überwacht und kontrolliert. Dies kann und darf in einer Demokratie nicht der Fall sein.

Ich fordere euch alle auf, eure Stimme zu erheben und nein zu sagen! Nein zu Überwachung. Nein zu Kontrolle. Nein zu der Datensammelwut verschiedener Regierungen! Und in direkter Konsequenz nein zur Vorratsdatenspeicherung, Bestandsdatenauskunft und Neuordnung des Telekommunikationsgesetzes. Ich sage nein zu dieser Form der Überwachung insgesamt!

Die technischen Möglichkeiten des 21. Jahrhunderts berechtigen keine Regierung zu deren Anwendung. Und ich kann allen die an Verschwörungstheorien und Aluhüte als Spinner und verrückte glauben nur sagen: was geht wird auch gemacht! Spätestens nach den Ereignissen um #Prism und  #Tempora sowie der Ausdehnung der Überwachung des Bundesnachrichtendienstes mit neuster Technik und den Grundlagen im #TKG, der #BDA und der #VDS musst auch den größten Skeptikern klar sein das es selbst in unserer Demokratie die Bestrebungen der Regierung zur Total Überwachung ihrer Bevölkerung, ihrer Wähler gibt.

Wer also glaubt die Aluhüte sind verrückt, glaubt vermutlich auch an den Weihnachtsmann, das Christkind und daran dass Angela Merkel ausschließlich und nur die Interessen ihrer Bürger im Auge hat.

Euer Thomas

#Neuland – Arroganz auf beiden Seiten?

Neuland, eine Erfolgsgeschichte rund um das Internet.

Eines der besonderen Ereignisse dieses Jahrzehnts. Barack Obama besucht Berlin. Und dort geschieht es, doch diesmal ist es nicht der Satz eines amerikanischen Präsidenten, der die Menschen aufmerken lässt, sondern eine Aussage unserer Bundeskanzlerin, Angela Merkel, die in ganz besonderem Maße den Weitblick der heutigen Bundesregierung dokumentiert.

Zitat Angela Merkel aus ihrer Rede in Berlin » Das Internet ist für uns alle Neuland, und es ermöglicht natürlich auch Feinden und Gegnern unserer demokratischen Grundordnung, mit völlig neuen Möglichkeiten und völlig neuen Herangehensweisen unsere Art zu leben in Gefahr zu bringen. «

Liebe Frau Merkel,

Meinen ersten Internetzugang mit E-Mail Anschluss und der ersten Möglichkeit überhaupt Seiten zu erkunden hatte ich 1994, als es tatsächlich sogar schon ISDN gab. Nein das hat natürlich nichts mit dem heutigen Surfen zu tun, nein Breitband war das auch nicht. Doch eines war es. Es war das Portal zu einer völlig neuen Welt aus Information, Datenübertragung und Kommunikation.

Damals, ich fühlte mich wirklich ein wenig wie ein Pionier der Neues erkundete was er nie zuvor gesehen hatte, war es eine vollständig neue Welt, ein echtes Neuland und noch längst kein World Wide Web. Doch alles entwickelt sich, so auch das Internet. Heute sind Informationsrecherchen via Internet in allen Sprachen an allen Orten zu jeder Zeit Bestandteil unseres Lebens geworden. Viele Menschen in Deutschland sind noch nicht Internetsicher und manche haben gar keinen Zugang. Viele werden diesen Zugang auch nicht mehr haben wollen. Sie möchten sich nicht mehr ändern und haben mit vielen Jahren ihres Lebens das Recht erworben die verbleibende Zeit so einzuteilen und zu verbringen wie Sie es möchten.

Eine andere Generation, eine andere Einstellung. Ich selbst befinde mich wohl im Übergangsalter zwischen Erforschern des Internets und selbstverständlichen in Anspruch nehmen modernster elektronischer Dienste. Ich sehe mich heute nicht als Ur-Einwohner des Internets oder gar als Native. Dennoch bin ich hier Zuhause den die meiste Zeit verbringen ich im Internet um mich zu informieren, als Pirat zu arbeiten, besseren Job zu finden, auch zu spielen und vor allen mit den Menschen zu kommunizieren die mir etwas bedeuten.

Dabei tausche ich mich mit diesen Menschen aus. Wir sprechen über alles mögliche auch über Dinge die ich nicht möchte dass der Staat sie erfährt, weil sie für mich privat sind und einen besonderen Stellenwert in meinem Leben haben. Es geht ihre Ermittlungsdienste, den Bundesnachrichtendienst, den Verfassungsschutz, die Bundes- oder Landespolizei, ja nicht mal den militärischen Abschirmdienst etwas an wenn ich mit Menschen zu denen ich eine Beziehung hergestellt habe über unser Grundgesetz, meine politischen Ansichten, meine Gesundheit, meine sexuellen Vorlieben rede. Es kann einfach nicht angehen, dass Sie, unsere Regierung und unsere Institutionen der staatlichen Sicherheit aufgrund eines Generalsverdachtes in meiner Privatsphäre herumschnüffeln.

Es bleibt mir daher nichts übrig als nachdrücklich auf unser Grundgesetz hinzuweisen. Ganz besonders in diesem Zusammenhang auf den Art. 2, 4, 5, 8, 9, 10,13 bis zum Art. 18 die Grundlage unserer persönlichen Freiheitsrechte sind. Diese unveränderbaren und unveräußerlichen Grundrechte, die dem Wesen nach nicht eingeschränkt werden dürfen, bedingen die Grundlage für das Sicherheitsbedürfnis der Bürger vor dem Staat.

Leider neigen Staaten grundsätzlich dazu mit allen möglichen Erklärungen Informationen zu sammeln um angeblich Sicherheit herzustellen. Wir haben in der Vergangenheit unserer Nation und Europas sogar weltweit lernen dürfen, dass jede Form von gesteigerter staatlicher Überwachung ein Umfeld von Angst, Ohnmacht und Misstrauen gegen Jeden erzeugt. In der neuen Geschichte unserer Heimat war es üblich, dass aus vielerlei Interessen heraus Kinder Eltern überwachten, Brüder Familienangehörige bespitzelten oder Eltern Einfluss auf die Entwicklung und die freie Entfaltung ihrer Kinder nahmen um diese vor möglichen Repressalien zu schützen.

Ich kann beim besten Willen nicht verstehen dass unsere Bundesregierung, unser Innenminister und der Vorsitzende der Gewerkschaft der Polizei glauben, dass Sicherheit wichtiger ist als Freiheit. Mir bleibt dabei die Frage welche Sicherheit hier gemeint ist? Ist es die Sicherheit eines jeden einzelnen Menschen? Ist es die Sicherheit des ganzen Volkes? Ist es die Sicherheit vor Terrorismus? Oder ist es vielleicht doch die Sicherheit des Staates vor seinen Bürgern die gemäß des Auftrages aus dem Grundgesetz Kontrolle über Parlament und Regierung begehren?

Das Internet ist aus einem Grund tatsächlich ein Neuland. Im Gegensatz zum geographischen Land wächst es immer weiter, wird größer, es tauchen immer neue Inseln (Internetseiten) in diesem Neuland auf. Es werden immer wieder neue Möglichkeiten für Information, Ideenreichtum und Innovation aber auch für Gaunere,i Rechtsbruch oder Gefährdung der Demokratie geschaffen. Dennoch rechtfertigt das eine nicht das andere.

„Der Zweck heiligt die Mittel“ – ist eine in der Politik immer wieder vorkommende Denkweise. Doch dem ist nicht so. Freiheit, die Freiheit (Trademark) ist unser höchstes Gut. Ohne diese Freiheit ist freie Kunst, echte Demokratie, vom Grundgesetz garantierte freie Wissenschaft und angstfreies Einschlafen nicht möglich. Bei Überwachungsmaßnahmen so Sie die USA als gerechtfertigt erachten, bei der verdachtslosen Durchsuchung aller Kommunikation und aller Unterlagen der Kommunikation ist die Grenze zu den Rechten der Bürger überschritten. Benjamin Franklin hat es bereits während des Unabhängigkeitskrieges in den USA mehr als nur klar ausgedrückt: »Wer die Sicherheit der Freiheit vorzieht, verliert am Ende beide!« Im Gegensatz dazu hat Mahatma Gandhi in einer Rede vor dem britischen Unterhaus mit seiner Aussage: »Wenn der Staat den Boden des Rechtes verlässt wird Widerstand zur Pflicht« die Grundlage für konsequenten und auf Gewalt verzichtenden Widerstand definiert.

Beide haben für sich das Privileg in Anspruch zu nehmen dass die Geschichte ihrer Einschätzung und Ihren Worten heute Wahrhaftigkeit und zutreffende Betrachtung zugesteht. Wenn unsere Bundesregierung, wenn unsere Politiker, liebe Frau Merkel, nicht bereit sind von diesen herausragenden Persönlichkeiten unserer Zeitgeschichte zu lernen, dann bitte ich Sie wenigstens Nelson Mandelas zu beachten: »Nicht die Gewehrkugeln und Generäle machen Geschichte sondern die Massen« und »Wenn wir von unserer eigenen Angst befreit sind, befreit unsere Gegenwart automatisch andere«

Hier in dem was sie Neuland nennen tummelt sich bereits eine große Gruppe von Menschen die dieses Neuland wie ihr Zuhause wahrnehmen. Sie treffen sich im Chatroom genauso wie im Wohnzimmer, sie kommunizieren über Kontaktbörsen genauso wie Sie mit ihren Memos. Sie kommunizieren auf Mailinglisten und in Internetforen über Twitter und Facebook und nutzen alle möglichen anderen Dienste um sich zu verabreden, auszutauschen, miteinander zu schimpfen oder einfach nur einander nah zu sein.

Niemand hier in diesem Neuland möchte bespitzelt werden, die meisten von uns glauben dass diese Flut an Informationen und Daten die das Internet beinhaltet sowieso nicht wirklich im Auge behalten werden kann. Ich kann nicht beurteilen ob das wahr ist oder nur ein Wunsch. Was ich weiß ist das dieses Neuland die beste Möglichkeit ist gegen staatliche Willkür, Diktatur und Fanatismus in jeder Form Stellung zu beziehen und Flagge zu zeigen. Würden Sie den Begriff der Freiheit wirklich verstehen wüssten sie dass es ihre vorrangige Aufgabe ist den Raum des Neulandes, das Internet, unter allen Umständen vor Überwachung, Bespitzelung und Stasi Methoden zu schützen. Ich hoffe, dass es Ihnen gelingt den Schritt in dieses Neuland zu machen, das für uns alle die Möglichkeit einer kommunikationsreichen, demokratischen und friedlichen Zukunft beinhaltet. Lassen Sie sich nicht von Sorgen und Bedenkenträgern vorgaukeln dass Sie die Freiheit der Sicherheit hintanstellen müssen.

Ich schließe mit den Worten von William Wallace: »Sie können mir mein Leben nehmen, doch meine Freiheit können Sie mir nicht nehmen!«

Mit herzlichen Grüßen Ihr
Sir Thomas Marc